Projekte


Obwohl Kinder mit Entwicklungsrisiken, Kinder mit regelrechter Sehschärfe und auch Kinder mit komplexen Entwicklungsbeeinträchtigungen spezifische Sehfunktionsveränderungen aufweisen können, liegen deutschlandweit in Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) aktuell keine Screeninginstrumente zur Aufdeckung dieser vor. Es besteht insbesondere das Risiko, dass visuelle Funktionsveränderungen, die in der Regel nicht oder erst bei Jugendlichen durch einen Augenarzt überprüft werden, im entwicklungsdiagnostischen Prozess unberücksichtigt bleiben oder Ergebnisse in Entwicklungs-, Intelligenz- und Teilleistungstests verzerren können.

Die Arbeitsgruppen ENPA (Klinikum Dortmund) und PROVISION (TU Dortmund) haben sich zusammengeschlossen, um ein Screening zur Erfassung einiger Sehfunktionsveränderungen im Vorschulalter zu entwickeln, die in engem Zusammenhang mit den Möglichkeiten und Grenzen eines Kindes zum Erlernen der schulischen Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) stehen.

Das Screening besteht aus sechs kurzen, leicht handhabbaren und zeitökonomisch einsetzbaren Aufgaben aus den Bereichen Augenmotorik, Sehschärfe in der Nähe (Reihensymbole, Einzelsymbole und Crowding) und Linienkodierung.

Nähere Information zu LEA-Tests finden Sie unter: http://www.lea-test.fi/

 


Das Thema Leseschwierigkeiten begleitet einige Kinder durch ihre Schulzeit. Neben vielen weiteren Faktoren spielt auch das Sehen - die Verarbeitung der visuellen Informationen - eine große Rolle im Leseprozess. Feine Details müssen schnell und mühelos erkannt werden, damit ein Text gelesen und verstanden werden kann.

Ziel der Studie ist es herauszufinden, wie die jeweiligen Sehbedingungen von Kindern mit Leseschwierigkeiten sind. Lassen sich auf dieser Ebene erschwerende oder erleichternde Faktoren beobachten? Auf Basis der Ergebnisse können Unterstützungsideen entwickelt werden.
Voraussetzungen für die Studienteilnahme ist der Besuch der 3.-5. Klasse sowie das Bestehen von anhaltenden Leseschwierigkeiten.

Bei Interesse Kontakt über:

Sonja Breitenbach
Tel. 0231/755-8003
mail: sonja.breitenbach@tu-dortmund.de
>> Mehr Informationen zur Studie finden Sie hier:

Flyer (PDF)